Audio-Setup überzeugt auf Heavy-Metal-Festival – Stadionwelt
CODA Audio hat das Audio-Equipment des Party.San Metal Open Air in Schlothheim bereitgestellt. Zum Einsatz kam ein Setup bestehend aus AiRAY (Main PA), ViRAY (Nearfield), SCP-F und SCV (Tieftonbereich) und diverse LINUS-Racks (Amping).
CODA Audio-Beschallungssystem. Bild: Thomas „Kelly“ Kellner/PROKLANG GmbH
Die technische Planung des Thüringer Heavy-Metal-Festivals, das ANfang AUgust stattfand, übernahm der in Erfurt ansässige Eventdienstleister PROKLANG GmbH, dessen Geschäftsführer, Marco Müller, über die Anforderungen vor Ort Folgendes berichtet: „Der Metallsound sollte laut und kraftvoll wiedergegeben werden und er sollte hochauflösend und gut zu richten sein.“ Zusätzlich sollte die Festivalfläche „nur in einem bestimmten Bereich“ beschallt werden. Im sogenannten „Familienbereich“ sollte man zwar alles gut hören können – aber eben nicht zu laut. Ohnehin musste das Team mit der Dezibel-Versorgung vorsichtig umgehen: „Die Lärmbegrenzung für die Anwohner waren verbindlich einzuhalten“, – beispielsweise durch „eine nach hinten auslöschende Anordnung der Bässe.“
Extreme Metal ist, wie es der Name sagt, eine Grenzen auslotende Musikform. Für das Sounddesign heiße das, dass der „druckvolle Gitarrensound mit hohen Pegeln“ naturgetreu umgesetzt werden muss, ohne die Tiefe der Musik zu übertönen. „Ein richtiger Tiefbass unter 40 Herz ist für diese Musikrichtung zwar nicht vonnöten“, sagt Müller, „aber die Bassdrum darf schon gerne die Hosenbeine zum Flattern bringen.“
Die Ruhe vor dem Sturm: das Party.San-Festivalgeände vor der ersten Show. Bild: Thomas „Kelly“ Kellner/PROKLANG GmbH
Im Vorfeld gab es laut Müller noch einige Bedenken bezüglich des Audio-Setups. So mancher Band-FOH habe CODA Audio „noch nicht so richtig auf dem Zettel gehabt“. Das habe sich nach dem Festival aber geändert. „Die haben alle ihre Meinung revidiert und das System für sehr gut befunden“, so Müller. Auch vom Festival-Veranstalter erntete Müller Lob für sein eingesetztes Beschallungs-Equipment: „Der war mehr als zufrieden, da es weder Beschwerden vom Publikum noch vom Messingenieur gab. Die Schallpegelmessungen für den Anwohnerschutz verliefen anstandslos.“
PROKLANG arbeitet bereits seit sechs Jahren mit CODA Audio und kennt die Vorzüge der Systeme. Pluspunkte wie kompakte Bauform und geringes Gewicht („dadurch bleibt mehr Dachlast für das Licht übrig“), die Höhenauflösung und die gleichmäßige Klangverteilung („sauberer, ehrlicher Klang“), und die Effizienz des System Optimisers („es war genau das zu hören, was die Simulation gezeigt hat“) weiß Müller zu schätzen.
Das Thüringer Festival erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bild: Thomas „Kelly“ Kellner/PROKLANG GmbH
Nach seinem CODA Audio-Lieblings-Tool befragt, nennt Müller auf Anhieb die VCA-Familie. Die untereinander nach Belieben kombinierbare VCA-Range umfasst die Mitglieder AiRAY (bis 50.000 Personen und mehr), CiRAY (bis 20.000) und ViRAY (bis 5.000). „Durch die einfache Skalierbarkeit von groß nach klein sind diese Produkte so flexibel wie bei kaum einem anderen Hersteller einsetzbar“, sagt Müller. Sein „heimlicher Liebling“ ist jedoch der vielleicht kleinste Lautsprecher im umfangreichen CODA Audio-Portfolio: die gerade mal 14,6 x 34,9 und 20,4 Zentimeter messende HOPS5 – eine ultrakompakte 2-Wege-Punktschallquelle. „Was da für ein satter, klarer Klang mit beachtlichen Pegeln aus so einer kleinen Box kommt, ist für mich unfassbar.“
Das CODA Audio- Setup beim PartySan-Festival im Überblick:
Main-PA (pro Seite):
8x AiRAY – Dual 12“ 3-Wege Bi-Amped Line-Array (mit 90 Grad Abstrahlwinkel)
4 x AiRAY – Dual 12“ 3-Wege Bi-Amped Line-Array (mit 120 Grad)
21x SCP-F – 15“ Sensor Controlled Subwoofer (als Linie mit CSA Anordnung)
4x SCV – 18“ Sensor Controlled Subwoofer
Nearfield:
8x ViRAY – Dual 8“ 3-Wege Line-Array System (als 2er Pack auf Bühnenkante)
Amping:
4x LINUS T-RACK – 12-Kanal-Systemverstärker-Rack
2x LINUS M-Rack– 4-Kanal-Systemverstärker-Rack
2x LINUS 12C – 4-Kanal Systemverstärker mit DSP (als Spare)
(Stadionwelt, 12.11.2025)